Der Grund für diese Investition ist in der Kindheit des Inhabers des Bestattungsinstituts Benjamin Wolf begründet. „Als Kind wurde ich von Trauerfällen, die in meiner Familie passierten, ferngehalten und teilweise ausgeschlossen. Diese vermeintliche Angst sorgte bei mir dafür, dass ich mich zunehmend damit beschäftigte, was passiert, wenn ein Mensch stirbt und mir mit 15 Jahren eine Praktikumsstelle bei einem Bestatter suchte“, verrät Wolf.
Anschließend begann er mit einem Pflegeberuf und schnupperte nebenbei aber immer wieder in verschieden Unternehmen in die Bestattungsbranche und gelangte so an Anja Lipp von der Leitwerk Unternehmensberatung.
Dieser Kontakt führte dazu, dass Wolf am 1. Februar 2018 das Bestattungsinstitut Muschter in Ottendorf-Okrilla mit Außenstellen in Pulsnitz und Dresden übernehmen konnte.
'Schon wenige Monate später stieg Wolfs Frau Adriana mit ein, die bis dato als Tagespflegeperson und Mediengestalterin wirkte.
„So können wir heute von einem Familienunternehmen sprechen, in das jeder seine bisherigen Erfahrungen mit einbringen konnte“, sagt Adriana Wolf.
Aufgrund fehlender eigener Räume, in denen Trauernde Abschied von Verstorbenen nehmen können oder auch die Möglichkeit haben, nach der Trauerfeier gemeinsam zusammenzusitzen, suchte die Familie in erster Linie nach Räumlichkeiten vor Ort in Ottendorf-Okrilla und Umgebung: Fehlanzeige!
Auch die größtenteils ungenutzten Kapellen der umliegenden Friedhöfe ließen aufgrund von Standardvorgaben nicht viel Handlungsspielraum zu.
„Wir haben Grundparameter festgelegt – Größe und Anzahl der Räume und es sollte unbedingt ein Objekt mit Geschichte sein. Daraufhin sind wir auf die Suche gegangen und wurden unweit unserer Dresdner Filiale fündig. Über unsere Hausbank gelangten wir an die SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft mbH, die uns mit Eigenkapital versorgte und somit die Finanzierung überhaupt erst ermöglichte“, sagt Benjamin Wolf.
„Der uns vorgelegte Businessplan und die leidenschaftliche Idee ihres ‚Hauses der Trauer‘ machten es für uns rund – wir machten das!“, so Matthias Steinert, Projektleiter der SIB.
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